aktuell: [ID]factory
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Neu an der Universität Dortmund: Eine Fabrik für Ideen
Am 11.7.07, 18.30 Uhr eröffnet der Rektor der Universität Dortmund die Neuen Hallen für das Fachgebiet Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten (kurz: PIA) des Instituts für Kunst mit einer großen Ausstellung von künstlerischen Arbeiten oder – wie Professorin Ursula Bertram vorzieht – vom künstlerischen Denken.
Mit der Einweihung der ca. 800 m² großen Arbeitsflächen auf 3 Etagen, die an ein Fabrikgebäude erinnern, öffnet die "factor" ihre Pforten: Eine Fabrik, in der Ideen produziert werden und Formen, um diese sichtbar zu machen. Die "factory" ist Teil des Lehrstuhls PIA und versteht sich als Produktionsort, Ausbildungsstätte und Kunstwerk zugleich. Die Synergien ihrer Bestandteile sorgen für kreative Mutationen, in denen sich sowohl Kunstwerke als auch Unternehmens- und Vermittlungsprozesse abbilden.
Mit der "factory" beschreitet die Universität Dortmund neue Wege beim Transfer künstlerischen Denkens in außerkünstlerische Felder. Sie verbindet damit die Grundsätze einer technischen Universität mit dem Gedanken der Innovationsfähigkeit im Sinne der "creative economy".
Professorin und Grenzgängerin Ursula Bertram arbeitet seit 2001 mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft, insbesondere dem Büro für Innovationsforschung BfI, Mainz und Studierenden aus dem In-und Ausland am Thema Kunst Transfer. Die factory steht nicht nur Kunststudenten offen, sondern anderen universitären Disziplinen, die hier credit points für Supplement -Seminare erwerben können.
Im Sommer 2007 war die Universität ULA in Merida/Venezuela involviert, die Hochschule Leipzig und die Steinbeis Hochschule für General Management, Berlin. Der Gesamtansatz ist Teil Bertrams künstlerischer Arbeit "Zeitarbeit IV". Zeitarbeit II war als Ausstellungsperformance im Museum am Ostwall in Dortmund zu sehen.
Das Konzept der "factory" ist ein triple win game
für Studierende, die Kreativität als Zukunftspotential erkannt haben,
für Unternehmen, die etwas Besonderes wollen, was es sonst nirgends gibt und für eine Ausbildungsstätte, die es ernst meint mit Interdisziplinarität vor Ort.
Im Herbst nimmt die [ID] factory ihre Arbeit auf.
Ein Kreativpool von 30 Kunststudenten stellt zusammen mit Querdenkern aus anderen Fachdisziplinen, wie Maschinenbau, Informatik, Wirtschaftswissenschaften etc. seine multiplen Kapazitäten pro Semester einem Unternehmen zur Verfügung, die den Kreativpool nutzen können, um sich als Kunstwerk begreifen zu lassen. Das interdisziplinäre Team konzentriert sich auf die ID des Unternehmens und macht diese in allen Facetten sichtbar.